Ein „Wohnprojekt“ – Was ist das überhaupt?

Zu unserem Wohnprojekt finden Menschen, die neue Arten des Zusammenlebens und Wohnens praktizieren möchten, abseits vom anonymen Wohnen im Mietverhältnis und Eigentum. Der Wunsch nach Austausch, Kommunikation und gemeinsamem Tun ist dabei ausschlaggebend, aber auch das Interesse an der Mitgestaltung des Ortes, an dem man Leben möchte.

Wer mehr Informationen zu Wohnprojekten allgemein sucht, kann sich online an vielen Stellen informieren, zum Beispiel im Wohnprojekteportal der Stiftung TRIAS, dem Form Gemeinschaftliches Wohnen, und speziell für Thüringen bei den Wohnstrategen informieren.

So breit gefasst diese Definition ist, so breit ist auch das Spektrum. Nachhaltigkeit, Ökologie, Ressourcen teilen und schonen, eine andere Art des Miteinanders, das Einbinden von benachteiligten Menschen, in mehreren Generationen zusammenleben – das und vieles andere mehr können Aspekte sein, die Wohnprojekte auszeichnen.

Schaut man in Eurotopia, einem Verzeichnis von Gemeinschaften und Ökodörfern in ganz Europa stellt man fest, das Deutschland eine sehr lebendige Szene hat. Gemeinschaften und Ökodörfer bilden dabei die eine Seite des Spektrums. Wohnprojekte wie die Ro70 verorten sich an einer anderen Stelle.

Was uns eint sind das Kümmern um unsere Ro. Wir leben auf einer gemeinsamen „Scholle“. Diese ist gut 2 ha groß und möchte gepflegt und erhalten werden. Auch die Bausubstanz soll uns möglichst lange ein verlässliches Dach über dem Kopf gewähren. Dies erfordert Arbeit und Engagement. Ein schöner Nebeneffekt: beim gemeinsamen Arbeiten lernt man sich ab besten kennen und schätzen.

Auch wenn jede und jeder ihre/seine eigene Wohnung hat und auch mal die Tür hinter sich zu machen kann, steht doch das gemeinsame Zusammenleben in einem Wohnprojekt im Vordergrund. Das erfordert eine gewisse Toleranz und Offenheit. Der Wille zur Kommunikation und zum offenen Austausch, auch über schwierige Themen und Konflikte, ist wichtig. 

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