Podiumsgespräch zum „Guten Wohnen in Erfurt“

Am Dienstag, den 28.11.2018 fand im Wahlkreisbüro des Thüringer Landtagsabgeordneten Dirk Adams (Bündnis 90/Die Grünen), eine Diskussion zum Thema „Mehr als ein Dach über dem Kopf – Wie schaffen wir Gutes Wohnen für alle in Erfurt?“ statt. Vielleicht lag es am ungemütlichen Novemberwetter oder auch am eben eröffneten Weihnachtsmarkt – leider war die Diskussion zu dem ansonsten doch recht brisanten Thema nur spärlich besucht. Denn es ging teilweise doch recht kontrovers zur Sache zwischen Christian Büttner, Vorstand der WBG „Einheit“, Dr. Klaus Sühl, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, Johannes Schmetten, Wohnopolis Erfurt und Stephan Hempel, Aufsichtsratsmitglied Wohnprojekt Ro70.

So breit die Diskussion angelegt war so breit war auch das Spektrum der Themen, die besprochen wurden und reichten von der Immobilienblase im Hochpreissegment, welche scheinbar gerade auf dem Erfurter Immobilienmarkt entsteht, über den Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Innenstadtlage für Familien mit Kinder, den Nöten der klassischen Wohnungsbaugenossenschaften bis hin zu den Unzulänglichkeiten der Förderinstrumente für gemeinwohlökonomieorientierte Wohnprojekte.

Als Lösungsmöglichkeiten wurden von den Vertretern der beiden Wohnprojekte eine bessere Sensibilisierung der Kommunen für Konzeptvergabe zum Festpreis, Anhandgabeverfahren, die Nutzung von Vorkaufsrechten durch Kommunen und vor allem auch das Erbbaurecht als Alternative zum Verkauf öffentlichen Eigentums ins Gespräch gebracht. Leider hatte sich kein Vertreter der Stadt Erfurt oder der Kommunalen Wohnungswirtschaft auf das Podium getraut.

Die Teilnehmer verabredeten, im Gespräch zu bleiben und den Gedanken- und Ideenaustausch voranzutreiben, denn Erfurt’s Probleme finden sich auch in den anderen beiden großen Städten der Impulsregion wieder – und unter anderem Vorzeichen auch in der Fläche. Und sie sind nicht auf Thüringen beschränkt: Hier gilt es, sich Lösungswege und Strategien von in dem Bereich innovativen Akteuren wie Tübingen, Hamburg, München und Nordrhein-Westfahlen abzuschauen und für Thüringen nutzbar zu machen.

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