Leuchtende Augen am Osterfeuer

Die Begegnungen am Feuer sind schon eine lieb gewordene Tradition der künftigen Ro70-Bewohner*innen. Noch gibt es den Garten mit Hochbeeten, Kräuterspirale und lauschigen Sitzecken nur auf dem Papier, aber die Feuerstelle ist bereits eingeweiht. Am Gründonnerstag war es wieder soweit. Groß und Klein versammelten sich und die Freude über die Begegnung war allen anzusehen.

Der Baumschnitt der letzten Wochen, zusammengetragen an vielen Wochenenden gemeinsamer Arbeit, lieferte genug Material für ein schönes wärmendes Feuer.

Momentaufnahme: Kinder spielen ausgelassen, halten nur ab und zu inne, um mit leuchtenden Augen den in den Himmel stiebenden Funken nach zu sehen. Die Erwachsenen stehen plaudernd in Gruppen zusammen, neu hinzukommende werden freundlich aufgenommen, es wird erzählt und gescherzt. Mit Blick auf das wie immer leckere Mitbring-Buffet machen Rezepte die Runde. Auf dem Grill teilen sich die Thüringer Bratwürste den Platz dieses Mal mit veganen Köstlichkeiten. Und immer wieder gehen die Blicke übers Feuer hinweg zu den Häusern der Ro70, die jetzt schon sehr wohnlich aussehen. Zeit zum Träumen von den neuen vier Wänden und zur Vorfreude auf’s gemeinsame Wohnen.

Hier am Osterfeuer 2018 war deutlich spürbar: Es wird eine gute, lebendige, sich gegenseitig bereichernde Nachbarschaft. Dass man/frau sich schon so gut kennt, sich aufeinander verlässt, liegt am gemeinsamen Arbeiten auf der Baustelle und daran, wie in den Arbeitsgruppen am künftigen Leben in der Ro70 gebaut wird, aber eben auch am gemeinsamen Freude-teilen. So, wie an diesem Abend am Feuer…

Viele fleißige Köche und Bäcker machten das Mitbring-Buffet zu einem Ort der Köstlichkeiten.
Kein Thüringer Osterfeuer ohne Bratwürste – diesmal aber teilten sie sich den Platz auf dem Grill mit leckeren veganen Brätlingen, die mancher erst mit Skepsis, dann mit Begeisterung probierte.
Die Kinder hatten ihren Spaß mit Steinhaufen, Matschpfützen und wie hier mit einem Stückchen Holzkohle, das sich hervorragend als Schminkfarbe eignete.
Auch einige der zukünftigen Bewohner*innen der Lebenshilfe-Wohngruppe waren mit von der Partie. Etwas schwierig mit den Rollstühlen durch den Matsch der Baustelle, aber mit vereinten Kräften ging auch das.